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Internationaler Tag der Muttersprache

Internationaler Tag Der Muttersprache

Am 21. Februar ist Internationaler Tag der Muttersprache. Dieses Datum wurde im Jahr 2000 von der UNESCO zur “Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit” ins Leben gerufen um auf das langsame Aussterben der weltweit mehr als 6000 Sprachen aufmerksam zu machen.

Zum einen soll Sprache als Zeichen der kulturellen Identität der Sprechenden gefördert werden, zum anderen geht es darum den Fremdsprachenunterricht und die Mehrsprachigkeit als Schlüssel zum gegenseitigen Verständnis und Respekt zu verstehen.

Fast 50% aller gesprochenen Sprachen sind vom Aussterben bedroht, und der jährliche Gedenktag soll auf Minderheitensprachen mit weniger als 10.000 Sprechern aufmerksam gemacht werden. Oft ist es der Fall, dass diese Sprache nicht mehr an nachfolgende Generationen weitergegeben werden und somit aussterben und in Vergessenheit geraten. Die Liste der sogennanten “endangered languages” (vom Aussterben gefährdeter Sprachen) ist lang.

Nehmen wir Manx als Beispiel, eine auf der Isle of Man gesprochene Sprache. Sie ist eine der drei gälischen Sprachen. Zu ihnen zählen auch das Schottisch-Gälische und die irische Sprache (irisch: Gaeilge).  Noch im 18. Jahrhundert war Manx eine sehr lebendige Sprache mit ca. 20.000 Sprechern – etwa der gesamten damaligen Bevölkerung der Isle of Man. Dies endete im Jahre 1765, als die Insel vom Königreich Großbritannien annektiert und ein durch politischen und sozialen Druck geförderter Verdrängungsprozess zugunsten des Englischen begann. 1974 starb Ned Maddrell, die damals einzige Person, deren Muttersprache Manx war. Inzwischen sprechen wieder einige hundert Menschen Manx als Zweitsprache, was auf jahrelange Anstrengungen von Sprachaktivisten zurückzuführen ist, die Sprache wiederzubeleben. So gibt es seit 1992 in allen Schulen der Insel Man für Schüler die Möglichkeit, Manx zu erlernen. Inzwischen soll es 25 Muttersprachler geben.

Obwohl Irisch „die Hauptamtssprache“  der Republik Irland ist, „da sie die nationale Sprache ist“, wird sie nur noch in einigen Dörfern im Nordwesten, Westen und Süden Irlands täglich gesprochen, in den so genannten Gaeltacht-Gebieten. Das sind z. B. Cork, Donegal, Galway, Kerry und Mayo. Ansonsten wird überall Englisch gesprochen, in der zweiten Amtssprache Irlands. Die irische Volkszählung von 2006 ergab, dass 1,66 Millionen Menschen (40,8 % der Bevölkerung) angaben, Irisch zu können. Davon sind jedoch höchstens 70.000 Menschen Muttersprachler.  Etwa nur 54.000 Iren gaben an, täglich irisch außerhalb der Bildungsanstalten zu sprechen. In der Schule ist Irisch ein Pflichtfach. Irisch ist im Alltag trotzdem im ganzen Land präsent, nämlich in schriftlicher Form. Das Gesetz verlangt, dass alle Orts- und Straßenschilder,  und offiziellen Dokumente entweder in Irisch oder zweisprachig in Irisch und Englisch verfasst sein müssen. Im übrigen steht “Garda” für Polizei und “Eire” für Irland. Auf unseren vielen Sprachreisen nach Irland, hatte ich immer wieder das Privileg diese wunderbare Sprache hautnah erleben zu dürfen, ob in der Kneipe, auf der Straße oder im B&B. Obwohl ich nichts verstehe, finde ich die irische Sprache bezaubernd, vergleichbar mit der Landschaft Irlands, aber auch genauso sanft und poetisch.
Die anderen vom Aussterben bedrohte Sprachen dieser Welt verdienen es ebenso weiterhin gepflegt und gehegt zu werden, denn mit jeder Sprache die stirbt, stirbt auch eine Kultur.
Slán go fóill (irisch) – Bis bald
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